12
März
2024

Hamburg in 3D - Stadt stellt dreidimensionales Stadtmodell öffentlich zur Verfügung

Hamburgs Stadtentwicklung wird immer digitaler: Ab sofort steht im Hamburger Geoportal www.geoportal-hamburg.de das gesamte Stadtgebiet online als dreidimensionales Modell öffentlich zur Verfügung. So kann jede interessierte Person die Daten nicht nur in der Kartenanwendung sehen, sondern sie auch eigenständig weiterverwenden. Die dreidimensionale Darstellung vereinfacht Planungsprozesse und wird unter anderem in Beteiligungsverfahren verwendet.

Bild: © LGV
Hamburger 3D Stadtmodell. Bild: © LGV

Im Auftrag des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung (LGV) wurde die gesamte Fläche Hamburgs mit Ausnahme der Nordseeinseln Neuwerk und Scharhörn bildtechnisch ausgewertet und datenschutzkonform dreidimensional modelliert. Mit der Veröffentlichung des letzten von fünf Teilen ist das Modell nun vollständig. Alle Gebäude, die Geländeformen bis hin zu den Straßenbäumen Hamburgs können aus unterschiedlichen Perspektiven plastisch hervorgehoben und betrachtet werden. Nach dem Open Data-Prinzip darf das Stadtmodell ohne Einschränkung genutzt, weiterverbreitet und weiterverwendet werden. Auch Unternehmen und Privatpersonen können somit auf das Angebot zugreifen, um soziale, wirtschaftliche und ökologische Mehrwerte zu erzielen.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Stadt Hamburg gehört zu den deutschlandweiten Vorreitern in der Digitalisierung der Stadtentwicklung. Unser Anliegen ist es, Planungen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Digitalisierung bietet dafür viele Möglichkeiten, etwa durch digitale Baugenehmigungsverfahren oder dreidimensionale Kartendarstellungen. Klassische zweidimensionale Karten vermitteln nicht nur dem Laien sehr schwer eine Vorstellung etwa von zukünftigen Planungszielen. Hamburgs 3D-Stadtmodell bietet hingegen realistische Eindrücke einzelner Gebäude sowie der gesamten Stadtstruktur aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Detailstufen. Davon profitieren wir als Behörde genauso wie Hamburgs Unternehmen und die Menschen in Hamburg, denn die Daten sind frei verfügbar und werden unter anderem in Beteiligungsprozessen eingesetzt.“

Thomas Eichhorn, Geschäftsführer Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung: „Mit unserem Geoportal ermöglichen wir Transparenz für den großen Datenschatz, den wir für unsere Stadt vorhalten. Dieses hochqualitative dreidimensionale Abbild ist ein weiterer Schritt in Richtung Urbaner Digitaler Zwilling Hamburg.“

Das 3D-Stadtmodell mit seinen 380.000 Gebäuden wird unter anderem in der Stadtplanung eingesetzt. Durch die Visualisierung und die Möglichkeit der Verschneidung verschiedener Datensätze aus der Urban Data Platform Hamburg, die als Basis der Kartenanwendung umfassende städtische Daten liefert, werden Zusammenhänge besser erkennbar. Diese Entwicklung bildet somit einen Basisbaustein für den Digitalen Zwilling Hamburg. Mit der Integration von Daten aus Bereichen wie Stadtentwicklung, Mobilität, Klima, Soziales und Bildung wird an der Verfeinerung des Digitalen Zwillings gearbeitet. Ziel ist es ein multifunktionales, digitales Abbild der Stadt und Ihrer Prozesse zu erstellen.

Auch für die Beteiligung von Privatpersonen bringt das neue virtuelle Stadtmodell attraktive Möglichkeiten. Die dreidimensionale Abbildung kommt künftig für Beteiligungsverfahren über das digitale Partizipationssystem DIPAS der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zum Einsatz. Neben der verwaltungsinternen Verwendung in Bereichen wie Stadtentwicklung, Geovisualisierungsvorhaben oder Verkehrsplanung profitieren von diesem Digitalisierungsschritt auch Bürgerinnen und Bürger direkt.

Für das neue Stadtmodell Hamburgs wurden die Gebäude über Luftbilder ausgewertet. Bei der sogenannten stereophotogrammetrischen Auswertung werden jeweils zwei Bilder übereinandergelegt, um eine dreidimensionale Darstellung zu erzeugen. Die Texturen der Gebäude basieren auf Schrägluftbildern mit einer datenschutzkonformen Bodenauflösung von 20 Zentimetern. Ein Pixel im Foto entspricht 20 Zentimetern auf der Oberfläche. Die Gebäudemodelle werden um weitere Objekte wie zum Beispiel Straßenbäume angereichert.

Die 3D-Daten stellt der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) als Open Data im Transparenzportal frei zur Verfügung. Mit der Masterportaltechnologie, die hinter dem Hamburger Geoportal steht, baut der LGV auf eine Open-Source-Lösung. Zudem bietet der neue Datensatz echte 3D-Modelle in einem bisher nicht dagewesenen Umfang sowie eine höhere Genauigkeit in der Visualisierung.

Weitere Informationen finden Sie unter https://t1p.de/3D-Stadtmodell. Zum 3D-Stadtmodell gelangen Sie unter https://geoportal-hamburg.de/geo-online/?map=3D.

 

 

 

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