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25
September
2021

Mit innovativer Technik und offenen Daten Stadtgrün neu entdecken – mFund-Projekt meinGrün abgeschlossen

Mit einem Abschlussworkshop und einer öffentlichen Präsentation geht das Projekt „meinGrün – Informationen und Navigation zu urbanen Grünflächen in Städten“ zu Ende. Zentrales Ergebnis ist die meinGrün-App, mit der Nutzer*innen in den Pilotstädten Dresden und Heidelberg bekannte und unbekannte Grünflächen und den Weg dorthin neu entdecken können. Das Projetteam hat darüber hinaus wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die meinGrün-Infrastruktur auch in anderen Städten in Deutschland und international genutzt werden kann. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit rund 1,4 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Foto: R. Hecht/IÖR-Media
Mit der meinGrün-App lassen sich Grünflächen finden, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passen. Sie zeigt außerdem, wie das ausgewählte Grün zu Fuß oder per Rad gut zu erreichen ist. (Foto: R. Hecht/IÖR-Media)

Seit November 2018 haben die meinGrün-Projektpartner aus Wissenschaft und Praxis neuartige technische Infrastrukturen experimentell entwickelt und ebenso erprobt, wie sich offene Daten einbinden und sinnvoll für das tägliche Leben nutzen lassen. Das Ergebnis ist die meinGrün-App für die Pilotstädte Dresden und Heidelberg. Sie unterstützt Nutzer*innen dabei, schnell und einfach diejenige Grünfläche zu finden, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt – etwa für das Joggen in ruhiger Umgebung, den Spielplatzbesuch oder das Picknick in Familie. Dazu liefert die App Informationen zur Ausstattung der Grünflächen. Zusätzlich beinhaltet sie eine Routingfunktion. Je nach Wunsch können sich Nutzer*innen die schnellste, leiseste, grünste oder schattigste Route zu Fuß oder per Fahrrad zur ausgewählten Grünfläche anzeigen lassen.

Die meinGrün-App wurde auf Basis eines transdisziplinären Forschungsansatzes entwickelt: Sowohl die Bevölkerung als auch die Stadtverwaltungen der beiden Pilotstädte waren in die Entstehung einbezogen. Potenzielle Nutzer*innen etwa wurden nach ihren Lieblingsaktivitäten im städtischen Grün befragt und danach, wie die Grünflächen idealerweise dafür ausgestattet sein müssten. Auch beim Testen der App halfen Bürger*innen sowie die Stadtverwaltungen. Auf Basis ihrer Rückmeldungen konnte das Projektteam die meinGrün-App inhaltlich weiterentwickeln und ihre Funktionalitäten optimieren.

Neben der meinGrün-App sind im Projekt weitere Komponenten und Services als Teil der meinGrün-Infrastruktur entstanden. Sie lassen sich auch losgelöst von der App nutzen. So dient das meinGrün-Webportal als Schaukasten für Beschäftigte der Stadtverwaltungen in Dresden und Heidelberg, aber auch für andere Interessierte. Das Webportal visualisiert die mit meinGrün generierten Daten, zeigt praktische Anwendungsbeispiele und stellt die Informationen zum Herunterladen bereit. Mit der entwickelten Social-Media-API können beispielsweise quantitative Aussagen zur Wahrnehmung und Beliebtheit von städtischen Grünflächen gemacht und visualisiert werden.

Ebenfalls im Rahmen von meinGrün entstand die Baumcloud (baumcloud.org). Mit diesem Online-Tool lassen sich offene kommunale Baumkataster mit unterschiedlichen Datenformaten und -strukturen zusammenführen und vereinheitlichen. Nach dieser Harmonisierung sind die Daten zum Beispiel besser für vergleichende Analysen oder für die Einbindung in Webanwendungen nutzbar.

Alle Entwicklungen präsentierte das Projektteam bei einem Abschlussworkshop der Öffentlichkeit. Darüber hinaus wurden die Projektergebnisse auch im Rahmen des Dresdner Flächennutzungssymposiums (DFNS2021) vorgestellt und mit Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Dabei wurden weitere Potenziale der App-Funktionalitäten thematisiert sowie die im Projekt angewandten neuartigen Ansätze der Datenverarbeitung genauer erläutert.
Die meinGrün-App und das meinGrün-Webportal werden auch nach Projektabschluss für mindestens drei weitere Jahre frei zugänglich bleiben. Durch die vorwiegende Nutzung von frei verfügbaren Daten kann die meinGrün-Infrastruktur auf weitere Städte, national sowie international, übertragen werden. Darüber hinaus wird die meinGrün-App Bestandteil von Lehrveranstaltungen sein und als Forschungsinstrument im Bereich der Citizen-Science-Forschung in Dresden und Heidelberg zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des Projektes:

meingruen.ioer.info und meingruen.org

Link zur meinGrün-App: app.meingruen.org

 

 

 



 

 

 

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