15
Mai
2017

IOCS Veranstaltung in Lissabon 15. – 19. Mai: Ozeangärten – vom Orbit aus gesehen

Seit dem Start des Copernicus Sentinel-3 Ozeanographiesatelliten im Februar 2016 befindet sich ein neuer Wächter im All. Er wird von EUMETSAT, der europäischen Organisation für meteorologische Satelliten im Auftrag der Europäischen Union, betrieben. Sentinel-3 beobachtet die gigantischen Wasseroberflächen unseres Planeten, die die Welt ernähren und zudem die Dynamik von Wetter und Klima beeinflussen. Die Daten von Ozeanographiesatelliten wie Sentinel-3 finden unzählige Anwendungen, die von der Verfolgung von Sturmpfaden bis hin zur Überwachung von Verschmutzungen reichen; so hilft der Satellit unter anderem die Sicherheit auf See zu verbessern wie auch die Qualität von Wettervorhersagen; seine Beobachtungen sind zudem nützlich für die Überwachung der Auswirkungen des Klimawandels. Außerdem leistet Sentinel-3 einen wesentlichen Beitrag Europas zur Überwachung der Ozeanfarbe.

von EUMETSAT
Tropical Cyclones Muifa and Seventeen von EUMETSAT

Auf dem International Ocean Colour Science (IOCS) Treffen in Lissabon, Portugal vom 15. – 19. Mai werden führende Wissenschaftler neue Anwendungen und innovative Resultate diskutieren, die sich aus dem marinen Datenfluss ergeben.

Beobachtungen der Ozeanfarbe, genauer gesagt die Abbildung von marinen Ökosystemen aus dem Orbit, sind ein integraler Bestandteil dieser Daten. Ozeane sind nicht immer blau. Im Gegenteil, die Farbe des Wassers wird erheblich beeinflusst von den Stoffen, die mit den Strömungen transportiert werden. Spezielle Satelliten-Sensoren, wie das Ozean und Landfarben Instrument (OLCI) an Bord des Sentinel-3 Satelliten wurden entwickelt, um die Schattierungen des Wassers zu verfolgen, damit deren Inhalt ermittelt werden kann. Die Farbe des Ozeans kann durch eine ganze Reihe von Faktoren beeinflusst werden, seien es beispielsweise Sedimente oder mikroskopisch kleine Algen. Dies mag trivial klingen – aber die Überwachung der Ozeanfarbe ist in der Tat notwendig, um gefährliche Algenblüten zu beobachten, die katastrophale Auswirkungen auf Aquakulturen wie zum Beispiel Fischfarmen haben können.

Daten zur Ozeanfarbe werden zudem benutzt, um die Wasserqualität wie auch Verschmutzungen und Sedimenttransporte zu beobachten. Weiterhin helfen sie, die Bedeutung des Ozeans für den Karbonzyklus in unserem sich wandelnden Klima abzuschätzen. All diese Daten sind heutzutage unerlässlich für das Management der marinen Ressourcen, Fischereien, sowie mariner und küstennaher Ökosysteme.

Mit dem neuen Datenfluss vom Copernicus Sentinel-3 Satelliten, der über die Daten-Disseminationssysteme von EUMETSAT vertrieben wird – kostenlos und ohne Beschränkungen – wird die Wissenschaft der Ozeanfarbe einen Quantensprung machen.

Führende Wissenschaftler und Hauptredner verschiedener Institutionen und Agenturen, unter anderem Dr. Shubha Sathyendranath, Head of Remote Sensing and Marine Optics im Plymouth Marine Laboratory, und Dr. Mark Dowell, Global Environment Monitoring Unit im Joint Research Centre der Europäischen Kommission, werden vor Ort die neuesten Ergebnisse sowie die Erwartungen für die Zukunft in persönlichen Interviews vorstellen.

Das Programm beinhaltet Fokus-Sitzungen wie „Hyperspektrale Fernbeobachtungen“ und weitere Sitzungen wie zum Beispiel eine Sonderveranstaltung des „Copernicus Marine Environment Monitoring Services“ (CMEMS), dem Hauptanwender der neuen Daten und Entwickler für innovative marine Produkte und Dienstleistungen.

Weitere Informationen: http://eumetview.eumetsat.int/mapviewer/ und http://www.eumetsat.int/website/home/Data/DataDelivery/index.html

 

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