09
Oktober
2018

Umweltdatenmanagement. – Eine Geo-Inspiration: INSPIRE-Light

Aufsatz von Dr. Heino Rudolf

Kurt Lewin
Ein System lernt man erst kennen, wenn man versucht, es zu verändern.

Am 18.10. ist es nun soweit: Auf der INTERGEO, am Stand der Bernhard Harzer Verlag GmbH (Halle 12.0, Stand C.020) wird um 10 Uhr das Buch präsentiert. Sie sind/Ihr seid herzlich eingeladen!

Bonk: II06/2018
Bonk: II06/2018

Worum handelt es sich denn eigentlich in diesem Buch? – Um unsere Umwelt, wie der Titel schon sagt: also DAS, was uns umgibt; erlebbar in Raum und Zeit. – Was für ein Anspruch… Ich möchte zunächst klarstellen, dass ich aus der Praxis komme und über sie berichte; also können/werden durchaus wissenschaftliche Hintergründe fehlen, dafür werden viele Anwendungsfälle ausgearbeitet. Und ich bin kein Informatiker, so dass nicht technische Umsetzungen sondern fachlich-inhaltliche Lösungen diskutiert werden.

Wie ordne ich nun mein Buch inhaltlich ein? – Ich habe mich intensiv mit den Datenstrukturen der ISO 191xx-Serie und insbesondere auch von INSPIRE auseinandergesetzt. Für das Umweltdatenmanagement haben wir viele Fachlösungen, die mehr oder weniger gut miteinander korrespondieren. Eine gemeinsame mathematisch-theoretische Basis ist kaum oder nicht zu erkennen. Mit meiner Veröffentlichung möchte ich einen Ansatz dafür vorstellen: Ich habe eine völlig neue Modellierungsmethode ausgearbeitet, die von den heute üblichen Praktiken abweicht.

In einigen vorangegangenen Artikeln im Harzer Newsletter habe ich bereits Aspekte meiner Lösungen erläutert. (Links dazu finden Sie/findet Ihr unter: www.hrd-consulting.eu/das-buch.)

Ich bin überzeugt: Es ist ein Glück, dass es INSPIRE gibt!

Mit den Geo-Normen steht uns eine sehr umfangreiche theoretische Basis zur Verfügung, die auch technisch abgerundet ist – bis hin zum automatisierten Umsetzen der Modelle zur Steuerung generischer Systeme, zur Übersetzung in Programmcode, Datenbankroutinen u. ä. Für die Bereitstellung und Verarbeitung von Geodaten wurden die Standards ausgearbeitet, und sie sind dafür natürlich sehr gut geeignet. Die Geoinformatik ist für mich mit ihren interoperablen Ansätzen ein Vorreiter der Digitalisierung. Es ist heute selbstverständlich, Geodaten in beliebigen Browsern anzuschauen und in Applikationen weiterzuverarbeiten.
Aber: Diese einstufige Modellierung auf komplexe Umweltdatenstrukturen auszudehnen, ist für mich zumindest unglücklich. Es ist kein Geheimnis und allgemein bekannt, beim Entwurf von Datenmanagementlösungen zweistufig vorzugehen. Im Ergebnis haben wir für die Umweltdaten viel zu komplizierte Strukturen ausgearbeitet, die nur noch ganz wenige Experten verstehen.

In meinem letzten Aufsatz habe ich von der „Entmystifizierung der Modelle“ geschrieben.
Drei Leitgedanken für alternative INSPIRE-Lösungen fasse ich aus meinem Buch zusammen:

1 Wir haben ein (!) Realitätsmodell – (statt 34) genau 1 INSPIRE-Annexthema: Ökosystem.
2 Wir modellieren zweistufig:
. Realitätsmodelle für die Datenhaltung
. Anwendungsmodelle für die Datenbereitstellungen.
3 Wir stellen mit lesbaren Modellen die Daten in einfachen Formaten und Strukturen bereit.

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich denn aus meinen komplexen und erweiterbaren Datenmodellen auch INSPIRE-Strukturen ableiten kann: Natürlich kann ich das. Und dabei sind die Datenhaltungen überschaubar und die Datenbereitstellungen viel, viel effizienter. Und wir können auch andere Berichte und Open Data Themen bedienen und weitergehende Verschneidungen von Umweltdaten für fachübergreifende Sichten und Auswertungen anlegen. –
Lasst uns auf diese Weise INSPIRE auch für alle Beteiligten, Anwender und sonstige potentielle Nutzer erlebbar machen.

Weitere Informationen: www.hrd-consulting.eu/das-buch

Alle News im Monat: 10-2018

Social Bookmarks