06
Dezember
2018

Geoportal Vogelsberg auf der INTERGEO 2018 in Frankfurt

Zwei Tage lang präsentierte sich das „Geoportal Vogelsberg“ auf der weltgrößten Messe im Geobranchenbereich, der INTERGEO in Frankfurt einem großen Fachpublikum. Gezeigt wurde die Entstehungsgeschichte der Geodateninfrastruktur für den Vogelsbergkreis und was ein Geoportal konkret leisten kann: Beispielsweise georeferenzierte Bebauungspläne und eine Standortdatenbank bzw. ein Gewerberegister mit freien Gewerbeflächen als weiteres Modul im Portal des Kreises. Am Aufbau des Portals sind alle Kommunen, das Amt für Bodenmanagement Fulda, das Regierungspräsidium Gießen sowie der Landkreis selbst beteiligt. Unterstützt wird das Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit mit 100.000 Euro vom Land Hessen.

Foto: HVBG
Udo Stichling (Präsident des Deutschen Dachverbands für Geoinformation, DDGI) und Dr. Hansgerd Terlinden (Präsident des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation, HLBG) (von links) waren am Messestand zu Gast und erhielten beim Vortrag von Christiane Müller (Projektleiterin im Amt für Bodenmanagement Fulda) und Udo Harzer (Geschäftsführer GDI Vogelsberg) einen Überblick über die Möglichkeiten des Geoportals Vogelsbergkreis. Dahinter stehend: Alf Sobieray, Abteilungsleiter Geoinformation, Zentrale Dienste im Amt für Bodenmanagement Fulda. Foto: HVBG

Im Juni 2018 ging das Portal nach nur knapp zwei Jahren online, wobei die Grundlage dafür bereits 2012 in einer Veranstaltung mit allen Beteiligten der Kommunen und des Kreises in der Stadtverwaltung Lauterbach gelegt wurde. Damals sprach sich Landrat Manfred Görig für dieses Projekt aus: „Flächendeckende Daten sollten nicht mehr nur in Verwaltungen  in Hängeschränken verstaut sein, sondern die Wirtschaft, die Wissenschaft und die Bürgerinnen und Bürger sollten daran beteiligt werden, digital zugreifen und partizipieren können“.

Ein wichtiger Arbeitsbereich war und ist das Verständnis der INSPIRE-Richtlinie und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Wissenschaft, auf die Bürgerinnen und Bürger und auf die Verwaltungen mit allen Fachverfahren im internen Bereich. Die Umsetzung in konkrete Maßnahmen wie das Digitalisieren von Bebauungsplänen, diese dann zu georeferenzieren und in einem Geoserver für alle zu Verfügung zu stellen, ist ein langwieriger Prozess und verlangt enorme Ausdauer der Protagonisten. „Alle georeferenzierten Bebauungspläne wurden mit Diensten versehen, die man – falls vorhanden – ins eigene GIS integrieren und weiter verwenden kann“, sagt GDI-Geschäftsführer Udo Harzer. Es bestehe zusätzlich die Möglichkeit, die georeferenzierten Pläne über das Geoportal Hessen abzurufen. „Der Geoserver wird nun sukzessive mit Themen und Diensten erweitert. Dabei  hoffen wir auch auf eine rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.“

Weitere Informationen: www.geoportal-vogelsberg.de

Alle News im Monat: 12-2018

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