10
Mai
2017

Fortgeschriebenes Positionspapier 2.0 mit Handlungsempfehlungen: Wie können kommunale Stellen in Baden-Württemberg INSPIRE umsetzen?

Beitrag aus den Kommunalen Landesverbänden in Baden-Württemberg

Von der INSPIRE-Umsetzung im Rahmen der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW) sind auch alle kommunalen Stellen von der Großstadt bis zur kleinsten Gemeinde sowie die Landkreise in Baden-Württemberg betroffen. Welche Daten dies betrifft und welche konkreten Aufgaben von kommunalen Stellen zu erfüllen sind, wurde erstmals 2014 in einem gemeinsamen Positionspapier der kommunalen Landesverbände dargestellt.

Die nun fortgeschriebene Version 2.0 des Positionspapiers „Kommunale Pflichtaufgaben beim Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur INSPIRE – Umsetzung im Rahmen der Geodateninfrastruktur Baden-Württemberg (GDI-BW)“ vom Mai 2017, die wieder in Zusammenarbeit mit betroffenen Landesbehörden erstellt wurde, informiert auch über die seit 2014 eingetretenen Entwicklungen, Veränderungen und Auswirkungen, um notwendige Entscheidungsprozesse und Aktivitäten in Gang zu setzen.

Das Positionspapier hat in der vorliegenden Version inzwischen einen hohen Konkretisierungsstand erreicht, insbesondere hinsichtlich der INSPIRE-Relevanz einiger kommunaler Geodatensätze, weiterer zentraler Bereitstellungswege über Landes- oder Bundesbehörden sowie einzelner konkreter Handlungsempfehlungen zur Datenbereitstellung. Allein schon aus pragmatischen Gründen (Ressourcenbündelung, Wirtschaftlichkeit, Datenzugänglichkeit) empfehlen die kommunalen Landesverbände dabei zentrale (landesweite) Lösungen bei der Datenbereitstellung – gute Beispiele hierfür sind das Vorgehen bei den Bebauungsplänen oder den Lärmkartierungen der städtischen Ballungsräume.

INSPIRE und das LGeoZG BW verpflichten einerseits auch Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg zur Bereitstellung kommunaler Geodaten, u. a. von Bebauungsplänen entsprechend den festgelegten Standards. Andererseits zeigt sich, dass mit dem Aufbau einer darauf ausgerichteten Geodateninfrastruktur viele Mehrwerte und Chancen für eine moderne Verwaltung geschaffen werden, die den performanten Zugang zu aktuellen und qualitätsgeprüften Geodaten sicherstellt.

Dennoch bleiben auch in der Fortschreibung 2.0 weiterhin Fragen offen, v. a. zu möglichen Bereitstellungswegen einzelner kommunaler Geodatensätze, was unter den beteiligten GDI-Partnern noch zu klären ist. Unabhängig davon, dass sich an einzelnen Stellen noch Änderungen ergeben werden, so ist es jetzt dringend erforderlich, dass politische und fachliche Entscheidungsträger bei Städten, Gemeinden und Landkreisen die derzeit beschriebenen Prozesse zur INSPIRE-Umsetzung (z. B. bei den Bebauungsplänen) in Gang setzen.

Weitere Informationen:
Das Positionspapier ist im Geoportal BW veröffentlicht und kann heruntergeladen werden über
www.geoportal-bw.de/geoportal/opencms/de/aktuelles/2017_05_09.html bzw.
www.geoportal-bw.de/geoportal/export/sites/default/galleries/downloads/INSPIRE-Kommunale-Betroffenheit-BW_V2.0_final_20170504.pdf

Kontakt zu den Ansprechpartnern kann über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfolgen.

 

Alle News im Monat: 05-2017