09
November
2018

Bochum wird smarter

Bochum ist Pilotstadt für intelligente Straßeninfrastruktur – „Smart Poles“

Bochum ist die erste Großstadt Deutschlands, die zusammen mit dem Energieunternehmen innogy SE intelligente Straßeninfrastruktur, sogenannte „Smart Poles“, testet. Das Pilotprojekt wird gemeinsam von dem Energieunternehmen, der Stadt und den Stadtwerken Bochum umgesetzt.

Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, innogy-Vorständin Hildegard Müller und Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Spohn stellen am 02.11.2018 in Bochum sogenannte "Smart Poles" vor. Bochum ist die erste Großstadt, in der die Straßenlaternen mit digitale Zusatzfunktionen, wie etwa das Erkennen freier Parkplätze oder ein öffentliches WLAN-Netz getestet, werden. Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum

Die zukunftsweisende Technologie stellten am 2. November 2018 Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Spohn und Hildegard Müller, Vorstand für Netz & Infrastruktur bei innogy SE, vor. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre ausgelegt und beinhaltet die Planung, Installation und den Betrieb der „Smart Poles“. In bestehende Straßenlaternen werden innovative Technologien integriert, die im Zusammenspiel mit intelligenter Software einzelne Stadtviertel zu Smarten Quartieren werden lassen. Zu den in Bochum getesteten Anwendungsfällen zählen etwa das Erkennen freier Parkplätze oder ein öffentliches WLAN-Netz.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch freut sich, dass innogy SE Bochum als Pilotstadt ausgesucht hat: „Wir sind die erste Großstadt Deutschlands, die zusammen mit innogy SE intelligente Straßenlaternen testet. Damit setzen wir erste Bausteine auf dem Weg zur Smart City. Bochum ist mit GigabitCity, Mark 51°7 und der Verzahnung von Wissenschaft und Technologie bereits jetzt Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Damit bringen wir eine Entwicklung auf den Weg, die auch das Ruhrgebiet als Innovationsstandort langfristig stärkt.“

Hildegard Müller, Vorstand für Netz & Infrastruktur bei der innogy SE: „Mit dem Projekt werfen wir einen Blick in die Stadt der Zukunft und zeigen, wie die Digitalisierung der Infrastruktur die Lebensqualität der Menschen verbessern kann. Wir statten die vorhandenen Straßenlaternen mit weiteren Komponenten aus und können so den Bürgerinnen und Bürgern von Bochum vielfältige neue Angebote bieten, die ihren Alltag erleichtern. Gleichzeitig sparen wir durch die Nutzung der bereits bestehenden Infrastruktur Kosten und vermeiden zudem Baustellen und die damit verbundenen Beeinträchtigungen. Gemeinsam wollen wir Bochum effizienter, innovativer und nachhaltiger gestalten. Die Stadt wird zu einem Vorreiter, dem sicherlich in Zukunft viele weitere Kommunen folgen werden.“

„Die Stadtwerke Bochum sind Energieanbieter Nummer eins in Bochum und Infrastrukturdienstleister für Energienetze, Straßenbeleuchtung und Telekommunikation in Bochum. Dieses Know-how bringen wir in die Kooperation mit ein. Längst haben wir uns vom reinen Energieanbieter zum Energiemanager unserer Kunden entwickelt und bieten vielfältige Energiedienstleistungen und digitale Services an, als wichtige Bausteine einer smarten Energiewelt“, erklärt Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum.

Im ersten Schritt werden geeignete Standorte ausgewählt, in denen die smarte Infrastruktur installiert und getestet wird. Dabei werden die verschiedenen Funktionen jeweils bedarfsgerecht miteinander verknüpft. In bestehende Straßenlaternen werden innovative Technologien integriert, die im Zusammenspiel mit intelligenter Software einzelne Stadtviertel zu smarten Quartieren werden lassen.

Gestartet wird das Projekt im Stadtteil Ehrenfeld. Geplante Anwendungsfälle sind hier zunächst Smart Parking und WLAN. Die Umrüstung beginnt möglichst noch im laufenden Jahr und soll im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein.

Zu den Funktionen, die in Bochum zum Einsatz kommen, zählen:

Smart Parking: Die Laternen erkennen freie Parkplätze und ermöglichen damit ein effizientes Parkraummanagement.
Bewegungsströme: Eine Sensorik erfasst Informationen zur Anzahl und Richtung von Passanten. Auf Basis dieser Daten können Optimierungsansätze z. B. für die Lenkung von Besucherströmen bei Veranstaltungen entwickelt werden.
WLAN: Durch die Integration von WLAN Access Points ermöglichen die Leuchten einen leichteren und zügigeren Aufbau eines öffentlichen Internetnetzes.
Sicherheitsknopf: Der Notrufknopf wird an der Straßenlaterne nachgerüstet und mit einer Leitstelle verbunden. Der Notrufknopf funktioniert nun ähnlich wie ein Telefon, bei der die Leitstelle den Notruf entgegen nimmt.
 
Weitere Komponenten sind im Projektverlauf möglich.

Das Thema Datenschutz spielt eine entscheidende Rolle. Die erhobenen Daten verbleiben im Eigentum der Stadt Bochum. Der Umgang mit ihnen wird im Rahmen eines Datenüberlassungsvertrages geregelt. Außerdem unterliegt die Datenverarbeitung den strengen Vorgaben der DSGVO. Die Daten werden vor unberechtigtem Zugriff durch Maßnahmen nach allgemein anerkanntem Stand der Technik geschützt. Dazu gehört insbesondere die Verschlüsselung der Daten und die Nutzung speziell gesicherter Übertragungswege.

Weitere Informationen:
www.bochum.de
www.stadtwerke-bochum.de
www.innogy.com

 

 

Alle News im Monat: 11-2018

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