Alle EU-Mitgliedsstaaten samt ihrer nachgeordneten Gebietskörperschaften sind angehalten, die Richtlinie der Europäischen Kommission zu INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) umzusetzen. Darin wird der Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur geregelt. In diesem Rahmen nimmt die Überführung georeferenzierter Daten in die offiziellen Datenmodelle der EU eine entscheidende Rolle ein. Intergraph bietet mit GeoMedia Fusion ein entsprechend praxiserprobtes Produkt, für das INSPIRE-Datenmodelle zur Verfügung gestellt werden. Die Datenharmonisierung im Sinne von INSPIRE lässt sich nach Firmenangaben somit problemlos umsetzen. Am 15. Mai 2007 trat die INSPIRE-Richtlinie als rechtsverbindliche Vorgabe in Kraft. Aktuell erfolgen große Anstrengungen zur fachlichen und technischen Detaillierung der Richtlinie. Definiert sind 34 Themengebiete, zum Beispiel geographische Namen, Adressen, Verkehrsnetze, Schutzgebiete, Bodenbedeckung oder Geologie. Diese Themenfelder sind von den 27 europäischen Nationen in standardisierten Datenmodellen bereitzustellen. Dabei genügt es jedoch nicht, beispielsweise nur die Objektklasse „Schutzgebiete“ im eigenen, lokal bestehenden Datenmodell bereitzustellen. Vielmehr müssen die Daten zuvor in das offizielle Datenmodell der EU überführt werden. Dieser Vorgang der Überführung wird als Datenharmonisierung bezeichnet. Die EU-Richtlinie gibt jedoch nicht vor, wie die Daten bei den datenführenden Stellen, beispielsweise in den Landes- und Kommunalbehörden, zu führen sind. Lediglich die Abgabe der Daten über die normierten Dienste muss im entsprechenden INSPIRE-Datenmodell erfolgen. Der Aufwand der erforderlichen Datenharmonisierung ist davon abhängig, wie gut oder schlecht das Ausgangs-Datenmodell zu dem jeweiligen INSPIRE-Datenmodell passt. Mit dem Produkt GeoMedia Fusion, das Intergraph-Kunden bereits seit 2005 im Zuge sonstiger Datenharmonisierungen und Qualitätskontrollen einsetzen, steht das richtige Rüstzeug für die Umsetzung von INSPIRE zur Verfügung. Die Anforderungen zum Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur werden mit GeoMedia Fusion in Form mitgelieferter Zieldatenmodelle der aktuellen Ausprägung abgedeckt. Intuitive Oberflächen erlauben die Zuordnung der Quelldaten zu den Zieldaten. Neben den reinen Harmonisierungsfunktionen kann GeoMedia Fusion aber noch mehr. So lassen sich die Daten attributiv, geometrisch und topologisch bei der Harmonisierung überprüfen und teilweise sogar automatisiert bereinigen. Auch stehen weiterführende Funktionen wie etwa zur Randanpassung bei der Zusammenführung benachbarter Geodatensätze zur Verfügung. Sämtliche Regeln lassen sich speichern und in automatisierten Prozessen nutzen, so dass eine zyklische Harmonisierung der Daten elegant umgesetzt werden kann. Somit ergänzt GeoMedia Fusion Intergraphs bereits bestehende SDI-Angebotspalette aus den Produkten GeoMedia SDI Pro und GeoMedia SDI Portal in idealer Weise. „Datenharmonisierung ist für uns kein neues Thema. In vielen Projekten, wie bei der deutschlandweiten Lärmkartierung für das Eisenbahn-Bundesamt oder großen Lösungen im Verteidigungswesen, spielt die Umsetzung unterschiedlicher Quelldaten in ein einheitliches Zieldatenmodell immer eine erfolgsentscheidende Rolle“, berichtet Dr. Jens Hartmann, Account Manager Öffentliche Verwaltung der Intergraph SG&I Deutschland GmbH. „Bei vielen Kundenanwendungen müssen regelmäßig große Datenmengen harmonisiert werden. Die strenge datenmodellbezogene Umsetzung ist jedoch das eine. Spannender wird es vor allem beim Thema Datenqualität. Hierzu muss die erwählte Lösung verlässliche Indikatoren liefern und möglichst viel automatisiert beheben“. Intergraph beteiligt sich intensiv an der Erstellung der Spezifikationen für INSPIRE. So arbeiten Intergraph-Mitarbeiter in den so genannten INSPIRE Drafting Teams mit, unter anderem in den thematischen Arbeitsgruppen, die die verbindlichen Datenmodelle für die verschiedenen Themenfelder ausarbeiten. Intergraph flankiert diese Aktivitäten durch die Beteiligung an EU-Förderprojekten. So hat die Europäische Kommission im Projekt GIS4EU (www.gis4eu.org) einem Konsortium rund um Intergraph den Auftrag erteilt, die Entwürfe der Datenspezifikationen auf breiter Ebene hinsichtlich ihrer Praktikabilität zu überprüfen. „Unsere umfangreichen operativen Erfahrungen bei der Harmonisierung unterschiedlichster Quelldatenmodelle besagen: Der Teufel steckt oft im Detail, weshalb flexible Werkzeuge auch für die INSPIRE-Datenharmonisierung das A&O sind“, erläutert Dr. Uwe Jasnoch, Chief Engineer bei Intergraph. Dr. Horst Harbauer, Intergraph Senior Vice President EMEA, führt aus: „Durch die Kombination unserer Produkte mit dem Know-how unserer INSPIRE-Experten sind wir beim Thema Datenharmonisierung und GDI führend in Gesamteuropa.“ Weitere Informationen unter: http://www.intergraph.com/global/de
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