Die Unternehmensberatung MICUS Management Consulting GmbH, Düsseldorf, hat den Auftrag vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) erhalten, Einsatzpotenziale von GALILEO-Anwendungen in der öffentlichen Hand aufzuzeigen. In Europa wird gegenwärtig das Satellitennavigationssystem GALILEO entwickelt, das die Unabhängigkeit von den bestehenden militärisch kontrollierten Systemen GPS und GLONASS sichern soll. Darüber hinaus wird GALILEO eine höhere Genauigkeit und Zuverlässigkeit bei der Ortung bieten. Es wird erwartet, dass europäische Unternehmen durch GALILEO eine bessere Ausgangssituation auf dem Weltmarkt für Satellitennavigation erhalten. Trotz des vielfach prognostizierten Milliardenmarktes für Anwendungen der Satellitennavigation im Zusammenhang mit GALILEO fehlt es nach wie vor an Applikationen und nachhaltigen Geschäftsmodellen. Hier setzt die aktuelle MICUS-Studie an. Ziel der Studie ist es, neue GALILEO-Anwendungsfälle in der öffentlichen Verwaltung zu identifizieren. Dabei werden sowohl Verwaltungseinheiten untersucht, die bereits heute die bestehenden Satellitennavigationssysteme nutzen, als auch solche, die erst in Zukunft Anwender der Satellitennavigation werden. Im Rahmen der Studie sollen alle Verwaltungsebenen (Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen) untersucht werden sowie Unternehmen im öffentlichen Eigentum. Für die einzelnen Anwendungsfälle sollen anschließend Abschätzungen zu den Effizienz- und Effektivitätssteigerungen gemacht werden, die durch die GALILEO-Nutzung absehbar sind. Darüber hinaus soll die Studie Auskunft darüber geben, wie der Staat Innovationen im GALILEO-Umfeld auslösen kann, in dem er selbst Nachfrage nach neuen Produkten, Anwendungen und Dienstleistungen für die verfügbaren GALILEO-Dienste schafft. Dabei ist die Frage zu beantworten, ob durch die eigene Nachfrage eine Marktbildung bzw. dessen Öffnung für bestimmte Anwendungen erreicht werden kann. Firmen und Behörden, die Einsatzbereiche für GALILEO-Anwendungen im öffentlichen Bereich sehen, sind gerne aufgefordert, sich an MICUS zu wenden. Die Ergebnisse sollen Ende 2009 vorliegen. Weitere Informationen unter: http://www.micus.de
|