Über 250 Fachleute der öffentlichen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft aus Baden-Württemberg trafen sich am 22. Juli 2008 in der HFT Stuttgart zu dem vom Umweltministerium und der Hochschule gemeinsam mit dem Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum sowie dem Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag Baden-Württemberg veranstalteten Tagung "Interdisziplinäre Geodatennutzung durch Land und Kommunen in Baden Württemberg". Es galt dabei, Lösungen zu finden beim Zusammenspiel von INSPIRE und Geodateninfrastrukturen mit dem Umweltinformationssystem Baden-Württemberg (UIS BW) und anderen raumbezogenen Fachsystemen. Konkreter Anlass war die Umsetzung der Konzeption für das Räumliche Informations- und Planungssystem RIPS 2006 des UIS BW. Mit der EU-Richtlinie INSPIRE "Infrastructure for Spatial Information in the European Community"wird festgelegt, dass vorhandene digitale Karten und Pläne, so genannte Geodaten, bis 2010 so aufbereitet werden müssen, dass diese nicht nur von Insidern, sondern von allen Bürgern im Internet gefunden und in beliebiger Kombination betrachtet werden können. Experten der Veranstalter vermittelten die Thematik in anspruchsvollen Vorträgen. Zum Transfer der Kenntnisse wurden Praxisbeispiele in einer Ausstellung gezeigt. Die von Routenplanern und Suchmaschinen bekannte digitale Aufbereitung geographischer Informationen wird es dann auch für andere Themen wie z.B. Schutzgebiete, Biotope, Bebauungspläne geben, die bisher nur auf herkömmlichen Karten oder in örtlichen Spezialanwendungen vorhanden sind. Die EU-Richtlinie fordert, diese raumbezogenen Daten über das Internet verfügbar zu machen. Im Zuge von INSPIRE entstehen so genannte Geodateninfrastrukturen (GDI), die es ermöglichen, die Daten gemeinde-, landkreis- und auch länderübergreifend zu kombinieren. Neben einfacheren Verwaltungsprozessen und der geforderten Transparenz für Bürger schaffen Geodateninfrastrukturen auch für die Wirtschaft neue Möglichkeiten, um das Potential der vorhandenen Geodaten übergreifend zu nutzen und dadurch Mehrwerte zu generieren. Neben der HFT Stuttgart präsentierten leistungsfähige GIS-Lösungen: - Landratsamt Main-Tauber-Kreis (LRA TBB) für den Landkreistag Baden-Württemberg (LKT) und Stadt Freudenberg für den Gemeindetag Baden-Württemberg - Landeshauptstadt Stuttgart, Stadt Aalen und Stadt Heidelberg für den Städtetag Baden-Württemberg (ST) - Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) für den kommunalen Datenverarbeitungsverbund Baden-Württemberg (DVV) - Regionalverband Donau-Iller für den Arbeitskreis GIS der Regionalverbände (RV) - Landesvermessungsamt Baden-Württemberg (LV) - Informatikzentrum Landesverwaltung Baden-Württemberg (IZLBW) / Entwicklungs- und Betreuungszentrum für Informations- und Kommunikations-technik (EBZI) des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR) - Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) mit UIS-Partnern Steinbeis-Transferzentrum IDA und disy Informationssystems GmbH. Weitere Informationen: http://www.hft-stuttgart.de
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