Die Intergraph (Schweiz) AG hat der Stadtpolizei Zürich wie geplant als zweite Etappe von INEZ (Integrierte Einsatzleitzentrale der Stadt Zürich) noch vor Beginn der UEFA EURO 2008™ eine neue Einsatzleitzentrale mit Führungsinfrastruktur für Sonderlagen übergeben. Ausgestattet mit modernster Technologie erfolgt an zentraler Stelle die Annahme, Bearbeitung und Dokumentation von Notrufen sowie die Koordinierung aller polizeilichen Patrouillen und Einsatzmittel. Für Zürich als UEFA EURO 2008™- Austragungsort hat die Stadtpolizei Zürich die führende Rolle im Projekt öffentliche Sicherheit übernommen.
Als Zieltermin für die Inbetriebnahme der neue Einsatzleitzentrale der Stadtpolizei Zürich stand die UEFA EURO 2008™ fest. Nach der Auftragsvergabe wurde mit technischer und personeller Unterstützung durch die Intergraph (Deutschland) GmbH die Einsatzleitstelle innerhalb von Monaten eingerichtet und rechtzeitig vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Betrieb genommen. Im Mittelpunkt steht die Integration: Jeder Arbeitsplatz hat Zugriff sowohl auf das Einsatzleit-, das Kommunikations- und auf das Bildsystem. Eine zentrale Bedienung über eine Bedieneinheit ist nun möglich. Integriert sind verschiedene Organisationen, auf deren technische Ressourcen gemeinsam zurückgegriffen werden kann. Die Lösung ist auch offen für die Zukunft: die Anbindung an Polycom, die Schengen-Dublin-Systeme SIS II und VIS sowie die Systeme am Flughafen Zürich. Ein enger Informationsaustausch mit den Systemen der Kantonspolizei Zürich ist über die entsprechenden Schnittstellen möglich. Insgesamt bestehen rund 30 verschiedene Schnittstellen zwischen dem Einsatzleitsystem und Technologien wie Sprachapplikationen (Anruferidentifikation, Telefonie/Funk, Mobil-Telefon-Ortung, Gesprächswiedergabe), Alarmierungstechnologien (Pagern, E-Mail, SMS, Alarmanlagen), mobilen Kommunikationsmitteln und Ortungssystemen sowie einsatzrelevanten Bildsystemen und Verkehrsüberwachungskameras. Kompetenz und Professionalität der Einsatzleitung Zu den Hauptaufgaben der Einsatzleitungen bei der Stadtpolizei Zürich als auch bei Schutz & Rettung Zürich zählen Lagebeurteilung, Koordination, abgestimmtes Management der Ressourcen und Begleitung der Einsätze. Stadtpolizei und Schutz & Rettung sind Dienstabteilungen des Polizeidepartements der Stadt Zürich, die sich der polizeilichen beziehungsweise nichtpolizeilichen Aufgaben im Segment Sicherheit widmen. Bei jedem der im Schnitt 150 Einsätze pro Tag bei der Stadtpolizei und 160 bei Schutz & Rettung müssen die Dringlichkeit beurteilt und nach den Szenarien präzise die nötigen Maßnahmen getroffen sowie die Einsatzteams, Spezialressourcen und technischen Hilfsmittel bei Brand oder Umweltgefährdung und/oder Polizei-Sondereinsatzkräfte disponiert werden. Je nach Situation werden auch Sanitätswesen, Feuerwehr, Rechtsmedizin oder Tierambulanz mobilisiert. Während des Einsatzes betreut die Einsatzleitung die Anrufenden nach Möglichkeit bis zum Eintreffen der Patrouille oder Ambulanz. Der Auftrag bleibt so lange in der Aktionsschlaufe aktiv bis der Einsatz abgeschlossen ist. Bei jährlich rund 20.000 Einsätzen des Rettungswesens wird ein klar strukturierter Dialog am Telefon mit den Betroffenen geführt. Die richtigen Anweisungen und Verhaltensweisen in den ersten Minuten sind beispielsweise bei Herzanfällen absolut überlebenswichtig. Interaktion Mensch-Technik Der Eingang eines Notrufs wird im System als Auftrag angelegt. Dies ist sehr wichtig, da im Zeitalter des Mobiltelefons zumeist viele Meldungen zum gleichen Vorfall eingehen. Bei einem Anruf aus dem Festnetz werden automatisch Nummer, Name und Adresse der anrufenden Person angezeigt. Die Einsatzleitung beurteilt laufend die Lage, entscheidet über die Priorität und greift auf die freien, nächstliegenden Patrouillen, Fahrzeuge, Ressourcen und/oder Sondereinsatzkräfte, Spezialistenteams und Spezialfahrzeuge zu. Darüber hinaus weist das von Intergraph integrierte Geographische Informationssystem (GIS) dem Einsatzleiter auf einem digitalen Stadtplan aus, wo sich die in Frage kommenden Patrouillen befinden. Zudem erfolgt die Prüfung der schnellsten Anfahrtswege für die Einsatzfahrzeuge sowie die Verkehrssituation über fest installierte Kameras in der Stadt. Ab 2009 werden zudem sämtliche Polizeifahrzeuge mit GPS ausgerüstet sein, was die genaue Ortung und den schnelleren Einsatz der Patrouillen ermöglicht. Über die neu eingerichtete Einsatzleitstelle werden neue Vorfälle und spontane Veränderungen der Situation am Einsatzort per Funk an die Teams vor Ort übermittelt und laufend protokolliert. Es erfolgt die Aufzeichnung sämtlicher Kommunikationsschritte, um später den genauen Hergang rekonstruieren zu können. „Im Zentrum steht – bei aller technischen Ausrüstung – aber nach wie vor der Mensch“, erklärt Stadträtin Esther Maurer. „Kompetenz, Professionalität und Einfühlungsvermögen zählen bei der Entgegennahme eines Notrufs, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht.“ Weitere Informationen unter: http://www.stadt-zuerich.ch/internet/pd/home.html http://www.stadt-zuerich.ch/internet/pd/stp/home.html http://www.stadt-zuerich.ch/internet/pd/srz/home.html http://www.intergraph.ch http://www.intergraph.de Bild: Copyright: Stadtpolizei Zürich
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