Der Runde Tisch GIS e.V., München, verleiht jährlich den Förderpreis Geoinformatik. Mit diesem Förderpreis werden herausragende Diplomarbeiten oder Dissertationen ausgezeichnet, die im Umfeld der Geoinformatik angesiedelt sind. Mitte März 2007 erhielt Anette Breu, Absolventin des Studiengangs Diplom-Geographie an der LMU München, einen 1. Preis für ihre Diplomarbeit zum Thema „Aufbau eines grenzübergreifenden GIS in der Bodenseeregion“. Als Systemplattform kam Intergraphs GeoMedia Technologie zum Einsatz. Die Preisträgerin Anette Breu zeigte mit ihrer Studie Möglichkeiten und Grenzen der unterschiedlichen Ansätze bei der Nutzung heterogener Geodaten und Geodateninfrastrukturen (GDI) auf. Anhand eines Beispiels aus der grenzübergreifenden Raumplanung – der Suche nach einem gemeinsam nutzbaren Gewerbegebiet im deutsch schweizerischen Grenzraum – konnten die Ergebnisse von Datenintegration und der Nutzung standardisierter Web Services in verschiedenen Clients bewertet werden. Vorausgegangen war eine Analyse der Bedürfnisse und Rahmenbedingungen von Datennutzern und Datenanbietern in der Bodenseeregion. Dazu wurden zahlreiche Regional- und Kantonalplaner sowie Vertreter der Schweizer swisstopo, des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg und des Landesvermessungsamtes Vorarlberg (Österreich) befragt. Für die praktische Umsetzung der Datenintegration in einem Desktop GIS einerseits und den Aufbau bzw. die Nutzung von standardisierten Web Services andererseits stand als Plattform die Intergraph GeoMedia-Technologie zur Verfügung. Die Datenintegration über geeignete Schnittstellen und das manuelle Anpassen der unterschiedlichen Datenmodelle nahm erwartungsgemäß geraume Zeit in Anspruch. „Die befragten Planungsexperten äußerten daher einheilig den Wunsch nach mehr Datenangeboten über OGC Web Services – vor allem Web Map Services und Web Feature Services“, so Anette Breu, mittlerweile Mitarbeiterin der Intergraph (Deutschland) GmbH und unter anderem zuständig für EU-weite Forschungs-Projekte. Für beide Typen von Web Services bietet Intergraph im Standardproduktumfang robuste Schnittstellen an. Diese ermöglichen, WMS und WFS aus Intergraphs GeoMedia heraus aufzubauen und beide Dienste auch als Datenquelle für ein Geographisches Informationssystem anzubinden. Beide Typen von Web Services wurden jeweils auf ATKIS DLM 25 und Vector 25 Daten aufgesetzt und in verschiedenen Clients – vom einfachen Web Browser über den leistungsstarken Intergraph OGC Viewer (www.ogcviewer.com) bis hin zum Desktop GIS GeoMedia Professional – am Anwendungsbeispiel Gewerbegebietssuche getestet. Die Resultate zeigen unter anderem: - Web Map Services (WMS) in entsprechenden Viewern genutzt, sind für reine Auskünfte das ideale Mittel zum Zweck. Ansonsten bleiben sie in ihrer Aussagekraft und der Eignung für räumliche Analysen beschränkt. - Für Web Feature Services (WFS) stehen aktuell nur für wenige geeignete Viewer zur Verfügung. Die Stärke von WFS liegt in der Verwendung als Datenquelle für Desktop-GIS, da damit der Aufwand der Datenintegration entfällt, während gleichzeitig der volle Funktionsumfang des GIS zur Verfügung steht. - Als zentrale Herausforderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit erwies sich die fehlende Datenharmonisierung. Dieser Herausforderung grenzübergreifender Zusammenarbeit stellt sich Intergraph als einer der weltweit führenden GIS-Technologiepartner augenblicklich im EU-weiten Forschungsprojekt Humboldt. Humboldt wird im Rahmen des GMES Programms (Global Monitoring for Environment and Security) durch die EU gefördert und zielt auf die Unterstützung beim Aufbau einer Europäischen Geodateninfrastruktur gemäß INSPIRE ab. Weitere Informationen unter: http://www.intergraph.de
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