Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) des Österreichischen Bundeslandes Vorarlberg beschreitet durch Kopplung mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) innovative Wege im Katastrophenmanagement. Im Jahr 2005 wurde der Grundstein für ein neues, hochintegrierendes System mit dem Projektnamen „KatGIS Vorarlberg“ auf Basis von moderner Intergraph-Webtechnologie gelegt. Ziel ist es, den Nutzern alle lagerelevanten Daten in einem System über eine intuitive Oberfläche zur Verfügung zu stellen. Hierbei fließen neben den amtlichen Geodaten (Topographische Karten, Infrastruktur, Kataster, Adressen) auch Fachdaten des alpin geprägten Landes – wie Lawinenstriche, Sperrungen usw. – sowie Wetterdaten mit ein. Im Sinne eines Stabs- und Lagesystems können über die Oberfläche taktische Zeichen in der Karte platziert werden, die sodann allen angeschlossenen Arbeitsplätzen zur gemeinsamen Nutzung bereitstehen. Eine Journalisierungskomponente ermöglicht das Protokollieren aller Aktionen. Rückgrat des KatGIS bildet die GeoMedia-Plattform, Intergraphs GIS-Software. Mit dem WebGIS GeoMedia WebMap wird das verteilte Visualisieren und Analysieren von Geodaten in hoher Qualität und Geschwindigkeit möglich. In der nächsten Projektstufe erfahren auch lokale Gemeindeverwaltungen, Feuerwehren und andere betroffene Stellen Anbindung an das System. Diese Organisationen können dann webbasiert die eigenen Daten, wie zum Beispiel Hydranten und Brunnen, oder für den im Katastrophenfall wichtige lokale dynamische Informationen, wie Schutzzonen und Überwachungszonen, einpflegen und auf dem aktuellen Stand halten. Das Problem der verteilten Daten, die im Einsatzfall erst mühsam zusammengeführt werden müssen, ist dadurch gelöst! Diese dezentrale Datenerhebung wird durch das umfassende Rechtemanagement der Web-Applikation möglich, die nur den Zugriff auf Daten im Zuständigkeitsgebiet gestattet. KatGIS der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle des Bundeslandes Vorarlberg liefert aber nicht nur sehr anschauliche Karten – der Anwender kann hiermit auch intelligente Analysen durchführen: Welche Adressen liegen innerhalb des Hochwassergebietes? Welche Bewohner sind zu informieren? Wo sind Evakuierungen durchzuführen? Wichtig ist dem verantwortlichen Projektleiter Bernhard Kiener vor allem die enge und performante Integration in die Einsatzleitstelle. „Die Einsatzinformationen werden in das KatGIS übernommen, so dass dort alle Daten für eine Großlage zusammenfließen.“ Umgekehrt kann aus dem Intergraph Einsatzleitsystem I/CAD über eine moderne Web-Services-Schnittstelle auf top-aktuelle Daten des KatGIS zugegriffen und mit der Karte im Einsatzleitsystem überlagert werden. „Dieses Projekt offenbart, dass es nicht nur wichtig ist, gute IT-Werkzeuge wie ein Einsatzleitsystem, Katastrophenmanagementsystem und Lagesystem zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Martin Fritsch, KatGIS-Beauftragter der Landeswarnzentrale und Rettungs-Feuerwehrleitstelle Vorarlberg, „sondern erst die Interaktion zwischen diesen Systemen unterstützt die Prozesse im Einsatzfall bestmöglich und bildet sie komplett ab.“ Intergraph ist in der besonderen Lage, die einzelnen Module hierzu aus dem eigenen Hause liefern zu können und verfügt seit nunmehr 15 Jahren über großes Know-how in der Unterstützung von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Allein im deutschsprachigen Raum zählen über 50 BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) zu den zufriedenen Kunden von Intergraph im Segment Public Safety. Weitere Informationen unter: http://www.intergraph.de
|